28.-29.07.2017 Endlich wieder los…

Die verlängerte Pause:

Die Zeit war viel zu lang, der letzte Törn mit der Hotze bereits zwei Monate her. Aufgrund meiner Schulterverletzung musste ich die Anfang Juli geplante Tripple-A-Tour (Aalborg, Anholt, Arhuus) mit dem TCB-Sailing-Team kurzfristig leider absagen.  Die Verlängerung des Liegeplatzes in Aalborg stellte ein Segen kein Problem dar.

28.07.2017

Die Vorbereitung läuft schleppend, um genauer zu sein, ich habe noch nichts vorbereitet und bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt die Sachen zu packen. Durch den Ausfall der TCB-Sailing-Team Tour, muss ich nun die ganzen neuen Errungenschaften und Zubehörteile im Zug mitnehmen, statt mit dem Auto . Wie bekommt man ein Stand-Up-Paddel-Set, neue Schnorchel-Ausrüstung, Laptop, Bücher, Ersatzteile u.v.m. im Zug bis Norddänemark? Dazu kommen dann noch die persönlichen Sachen für drei Wochen.

Ich fühle mich wie ein Packesel – 55 Kg Gepäck. Ein Segen muss ich nur zwei mal umsteigen und davon nur einmal alleine, bis ich meine Kinder in Padborg mit an Bord nehme. So zumindest der Plan. Aber wie so häufig kommt dann doch alles anders als geplant und so wird die Anreise schon zu einem Abenteuer.

Bis Padborg läuft noch alles nach Plan, der Umstieg in Hamburg verläuft ohne weitere Probleme, nur die vielen Koffer von einem Zug zum anderen zu verfrachten ist halt etwas aufwändiger. In Padborg treffe ich die Kinder wie geplant. Wir fahren über die Grenze, zeigen kurz unsere Pässe und kommen dann in Fredericia an, wo wir noch einmal umsteigen müssen. Zu meinem ganzen Geraffel sind nun natürlich auch noch die Koffer der Kinder und einige Verpflegungstüten hinzugekommen – inzwischen sind wir mehr ein Logistikunternehmen als eine Reisegruppe! Wir kontrollieren daher noch einmal aufs genaueste die Anzeigen auf dem Bahnsteig, aber alles ist sehr gut ausgeschildert und so verläuft der Umstieg ohne Probleme. Im neuen Zug haben wir es uns gerade gemütlich gemacht, alle Sachen fachmännisch verstaut, als der Schaffner uns darauf hinweist, dass wir im falschen Zug sitzen??? Wie konnte das passieren? Wir müssen im nächsten Bahnhof aussteigen und auf den nächsten Zug am Bahnsteig gegenüber warten. Na ja, die dreiviertel Stunde mehr ist zu verkraften, aber das Geraffel geht von vorne los – es heißt wieder Sachen packen und vor allem nichts vergessen.

Also ab in den nächsten Zug, der fährt jetzt aber wirklich bis Aalborg, ist ja auch am Bahnsteig ausgeschildert. Wir machen es uns im Zug bequem und verstauen wieder alle Sachen, im Gepäckfach, unter den Sitzen und überall, wo wir noch einen freien Platz finden – dann schnauben wir durch, wir sind auf der Zielgeraden. Der Schaffner kommt, kontrolliert die Fahrkarten und hat eine wichtige Information für uns – wir sitzen im falschen Zugteil, dieser fährt nicht nach Aalborg, wir müssen in den letzten Wagon umsteigen – na super! Also werden wieder alle Sachen aus den Gepäckfächern und unter den Sitzen hervorgeholt und wir machen uns auf den Weg zum Ende des Zuges. Dort angekommen beginnt die Verstauaktion von vorne. Aber jetzt sitzen wir – durchschnauben und entspannen – wenn da nicht der Schaffner wäre! Wo auch immer er in der Zwischenzeit gesteckt hat,  nun kommt er wieder von hinten und hat eine wichtige Information für uns – hier ist nicht das Ende des Zuges! Wie? Plötzlich öffnet er wie von Geisterhand die hintere Wand des Zuges und bringt einen weiteren Wagon zum Vorschein, viel beeindruckender ist aber, das er während der Fahrt aus der Seitenwand ein neues Führerhaus ausklappt und den Zug für die Trennung vorbereitet. Dieser Prozess geht wirklich schnell und ich denke er hat da auch seinen festen Fahrplan. Wir brauchen definitiv für unsere Logistik wesentlich länger, im Eiltempo müssen wir also unsere Sachen in den hinteren Wagon verfrachten, durch eine schmale Öffnung, die sich immer mehr schließt.  Der Zug wird tatsächlich während der Fahrt getrennt – schon verrückt, was es alles gibt!

Nun sitzen wir aber im richtigen Zug und auch im richtigen Abteil – jetzt kann nichts mehr schief gehen. Wir verstauen die Sachen – inzwischen hat sich eine gewisse Übung und Selbstverständlichkeit eingestellt – wir werden immer professioneller! Jetzt sitzen wir endlich und eine gewisse Entspannung macht sich breit. Fabian und ich spielen eine Partie Schach, welche inzwischen immer spannender werden. Ich muss einsehen, dass die Partien vollkommen ausgeglichen sind und die Investition in unzählige Schachdiplome, die Fabian inzwischen absolviert hat, Früchte tragen und der Bengel dem Papa das Leben auf dem Brett richtig schwer macht. Vollkommen in die Aufgabe der Schachpartie vertieft, verpassen wir dann auch fast unseren Zielbahnhof Aalborg – wie schon da? – jetzt aber schnell. Die Klamotten werden panisch zusammengetragen, jeder nimmt was er tragen kann. Fabian bleibt auf dem Bahnsteig und hält die Tür auf, damit der Zug nicht weiterfahren kann, Julian kümmert sich um den ganzen Kleinkram – Verpflegungstüten, Spiele, Jacken,…, Ich schmeiße die Koffer nach und nach auf den Bahnsteig und hebe beim letzten Gang alle Sachen auf, die Julian in der panischen Flucht aus dem Zug auf dem ganzen Boden bis zum Ausgang verteilt hat. So fliegen nach und nach unsere Sachen im hohen Bogen aus dem Zug und die Kinder sortieren den Haufen auf dem Bahnsteig, zu guter Letzt fliege ich hinterher – der Zug setzt sich in Bewegung und wir hoffen nichts wesentliche vergessen zu haben.

Bahnfahren entspannt einfach!

Wir resümieren – es ist tatsächlich alles mit aus dem Zug genommen worden,  nichts fehlt. Jetzt stehen wir hier in Aalborg, es ist inzwischen 23:00 Uhr, es regnet Bindfäden und wir brauchen dringend etwas Geld und ein Taxi. Der Geldautomat im Bahnhof nimmt meine Karte nicht und der Taxistand vor dem Bahnhof ist menschen- bzw. taxileer – na super – es läuft!

Im Bahnhofsladen bekomme ich zumindest eine Taxirufnummer und ich bestelle ein Taxi mit Credit-Card-Funktion. Am Hafen angekommen, verweigert auch das Lesegerät im Taxi meine Karte – das wäre natürlich der Supergau, wenn jetzt meine Karte kaputt ist. Mit der Eurocard kann ich uns dann ein Segen doch  noch auslösen und wir gehen an Bord. Jetzt würden wir am liebsten alle direkt ins Bett fallen, aber da ist ja noch der Genaker, den Danni und ich bei unserem letzten Trip gewässert haben und der zum Trocknen noch im ganzen Salon und der Bugkabine ausgebreitet liegt. Nach einer aufwändigen Endtüddelungsaktion ist er nach Mitternacht verstaut und wir beziehen noch kurz die Betten, dann heißt es endlich – ab ins Bett – was war das für eine Anreise?

29.07.2017

Am liebsten würden wir sofort die Leinen loswerfen und die ersten Seemeilen im Kielwasser lassen, aber zunächst müssen wir noch die Hotze startklar machen, Geld besorgen, um den Hafenmeister zu bezahlen, und Proviant bunkern. Zum Glück funktioniert die Karte am Geldautomaten der örtlichen Bank und auch im Supermarkt ohne Probleme. Fabian und ich nehmen die Rollkoffer und kaufen erst einmal ordentlich ein.

Das Wetter ist typisch nordisch – Regen, Regen, Regen. Wir werden reichlich nass und am Tagesende zählt meine Fit-Bit über 18.000 Schritte. Nun sind wir gerüstet und planen am nächsten Morgen in der Früh auszulaufen. Wir wollen nach Grenaa, das heißt früh aufstehen. Wir klären noch kurz mit den beiden Brücken in Aalborg die Öffnungszeiten und melden uns direkt um 06:00 an. Abends gönnen wir uns noch den Burger im Hafen – auch die Kinder sind voll und ganz begeistert, er ist einfach lecker!

Zum Abend heißt uns auch das Wetter in Dänemark willkommen!

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